Die wissenschaftliche Arbeit: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Eva Schürmann-LanwerStudium/Wissenschaftliches Arbeiten

Die wissenschaftliche Arbeit

Jetzt ist es soweit. Nach der Facharbeit in der Oberstufe gilt es, die Ansätze wissenschaftlichen Arbeitens zu optimieren und eine Seminararbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu verfassen, möglicherweise sogar eine Dissertation. Die Fragestellung und das Thema haben Sie bereits mit Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin besprochen und den Abgabetermin in Ihrem Kalender festgehalten. Nun beginnt die Arbeitsphase. Der Schreibprozess muss angekurbelt werden, die Ideen sollen nur so sprudeln, und dann muss alles in die Word-Datei und schließlich zu Papier gebracht werden.

Timing ist alles.

Manche Studierende schreiben einfach drauf los und verkennen dabei: Ein Zeitplan mit genau festgelegten Abschnitten kann jedem nur helfen. Er bietet für die Tage und Wochen bis zum Abgabetermin Struktur und Orientierung. Folgendes sollten Sie durchdenken:

  • Wann beginne ich zu schreiben, und in welchen Etappen setze ich es um?
  • Wann sollte die Gliederung stehen?
  • Wann folgt die Literaturrecherche?
  • Wann überprüfe ich die Formalitäten?
  • Wann starte ich mit der Überarbeitung?

Haben Sie alles schriftlich festgehalten – am besten in übersichtlicher Tabellenform –, wissen Sie zu jedem Zeitpunkt, wo Sie stehen und verlieren nicht so leicht den Überblick. Achtung: Einen oftmals unterschätzten Stolperstein stellt der Zugang zu Literatur dar. Diese kann ausgeliehen sein, sodass mitunter längere Wartezeiten entstehen. Das sollten Sie einkalkulieren, um die Zeit sinnvoll anderweitig nutzen zu können. Außerdem sollten Sie nicht vergessen, rechtzeitig Besprechungstermine mit Ihrem Betreuer*Ihrer Betreuerin einzuplanen.

Die innere Uhr

Berücksichtigen Sie in Ihrer Planung stets auch Pausen. Sie kennen sich selbst am besten: Zu welcher Tages- oder Nachtzeit arbeiten Sie am produktivsten? Wann fällt Ihnen das Schreiben besonders schwer? Ob Eule oder Lerche – Arbeiten Sie nicht gegen Ihre innere Uhr, sondern machen Sie sich die produktivsten Phasen zunutze. Pausen motivieren, befreien den Kopf und lassen bisweilen neue Ideen aufkommen.

Wichtige erste Meilensteine

  • Inhaltsverzeichnis
    Es gliedert nicht nur den Hauptteil, sondern auch Ihre Denkprozesse, während Sie das Thema bearbeiten.
  • Literaturrecherche
    Passende Quellen, die unterschiedliche Gedankengänge zu Ihrem Thema bieten, bieten hilfreiche Unterstützung im Schreibprozess. Sie erkennen, wie andere es angegangen sind und können davon nur profitieren.

Sind die nötigen Vorkehrungen getroffen, können Sie sich ganz entspannt daran machen, eine richtig gute wissenschaftliche Arbeit zu verfassen.